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10 Jahre Gestaltungssatzung im Wenscht

Am 18.05.2019 trafen sich Bewohner des Vorderen Wenscht, Vertreter aus der Verwaltung der Stadt Siegen und weitere Gäste, um erste Schlussfolgerungen für den Standort Wenscht nach 10jähriger Geltung der Gestaltungssatzung zu ziehen. Der Einladung der IG-Wenscht [1] waren sowohl der Bürgermeister der Stadt Siegen, Steffen Mues, als auch Stadtbaurat Henrik Schumann und der ehemalige Bürgermeister der Stadt Siegen, Ulf Stötzel, gefolgt.

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Gemeinsame Rückschau: Ulf Stötzel, Hans-Günter Bertelmann, Karl-Hans Köhle, Henrik Schumann, Steffen Mues, Dr. Thomas Mohn (v. links) Bild: (c) C. Tendies

Im Beisein von betroffenen Anwohnern und dem Geschäftsführer der KSG, Peter Oeste, für die Mieter der Gesellschaft, begrüßte der Vorsitzende der IG-Wenscht, Dr. Thomas Mohn, die Gäste. Er wies in seinem Grußwort auf die hohe Wohnqualität des Wenscht hin, die auch darauf beruhe, dass erfolgreich verhindert werden konnte, ein großes Wohnquartier in Siegen, einfach unter Denkmalschutz zu stellen [3]. Mit der Verabschiedung der Gestaltungssatzung sei ein großer Schritt in die richtige Richtung gegangen worden. Die damals vereinbarte Aufstellung eines Bebauungsplans für das Wenscht sei aber noch immer nicht realisiert worden.

Bürgermeister Steffen Mues wies in seiner Rückschau darauf hin, dass er damals noch Beigeordneter in der Stadt Siegen war. Er sei nicht für die Bauverwaltung, aber für den Bereich Kultur, zuständig gewesen. Die Denkmalschutzdebatte sei nicht von der Stadt Siegen, sondern vom Landschaftsverband (LWL) mit Macht und wenig Kompromissbereitschaft betrieben worden. Damals sei es nur mit vereinten Kräften und dem Widerstand der Bewohner im Wenscht und der Unterstützung des damaligen Landrats, Paul Breuer, gelungen, den Konflikt bis in das zuständige Ministerium zu tragen. Erst ein Besuch von Minister Lutz Lienenkämper im Wenscht habe dazu geführt, dass die Stadt Rückendeckung für ihr Vorhaben erhalten habe, die Qualitäten des Wohngebiets durch eine Gestaltungssatzung sicherzustellen. Die Unterschutzstellung einer ganzen Siedlung war damit vom Tisch. Dieser Erfolg war mithin dem Zusammenstehen der örtlichen Akteure und maßgeblichen Verantwortlichen der Siegener Stadtverwaltung zu verdanken.

Das Wenscht, wie es sich heute zeigt, konnte sich nur ohne das starre Korsett des Denkmalschutzes so entwickeln, da waren sich alle Anwesenden einig. Das war dann auch Anlass für eine kleine gemeinsame Feier.

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Bewohner des Wenscht und Gäste zur Feier „10 Jahre Gestaltungssatzung“ – Bild: (c) C. Tendies

Was jetzt noch fehlt, ist ein Bebauungsplan, der die Qualität und die Entwicklungsmöglichkeiten einer der schönsten Wohnsiedlungen Siegens auch in Zukunft sicherstellt.